Denkmäler von Ferdinand von Schill

Stralsund

An Schill erinnern in Stralsund das bronzene Schilldenkmal in den Schillanlagen und  auf dem St.-Jürgen-Friedhof seit 1862 ein Grabstein auf seinem Grab, der eine für das Leben Schills bezeichnende Inschrift trägt - „Großes gewollt zu haben ist groß“.

Das Schild wurde nach der Wende vom Grabe gestohlen und durch die Stralsunder Schützen-Compagnie neu gestiftet.  Die Schillstraße in der Nähe seines Todesortes erinnert ebenfalls an ihn.

Eine in den Bürgersteig eingelassene steinerne Gedenktafel am Ort seines Falles in der Fährstraße erinnert an seinen Todesort.

 

Colberg - Kolberg - Kołobrzeg

Ein vor dem Rathaus ursprünglich befindliches Denkmal des Preußischen Königs Friedrich Wilhelm III. von 1903 wurde nach Kriegsende beseitigt.  Es zeigte Gneisenau und Nettelbeck, die sich brüderlich die Hand reichten und sollte die Verteidigung der Festung Kolberg gegen die Truppen Napoleons feiern. Die Kanonen, die vor dem Denkmal lagen, können heute im Museum für polnische Waffen besichtigt werden.  Auf der Vorderseite war Ferdinand von Schill zu sehen.

 Braunschweig

26 Jahre nach dem Tode Ferdinands von Schill schlossen sich Braunschweiger Aristokraten einer Initiative des Freiherrn von Vechelde an, ein Denkmal für Ferdinand von Schill zu errichten. Die Initiative wurde vom Herzoglichen Braunschweigischen Offizierskorps unterstützt. Das Denkmal sollte als Grabstätte für die wiedergefundenen Überreste der in Braunschweig hingerichteten Offiziere und später auch für Schills in Alkohol konservierten Kopf dienen.

Am 19. März 1837 wurde das Denkmal, das nach Plänen des Carl-Theodor-Ottmer-Schülers Heinrich Friedrich Uhlmann gebaut worden war, eingeweiht. Es steht an der Schillstraße, an der Stelle, an der die Schillschen Offiziere erschossen worden waren. Am 24. September 1837 wurde auch Schills Kopf im Denkmal bestattet.  

1840 wurde das sogenannte Invalidenhäuschen auf dem Gelände errichtet, dort wurde ein Veteran des Schillschen Feldzuges einquartiert, der die Denkmalsanlage betreuen und Besucher von Schills Heldentaten berichten sollte. 

 

 

Wilmersdorf

In Wilmersdorf bei Dresden steht das Geburtshaus Schills, das sog. Schillgut.Außer einer Gedenktafel am Haus wurde hier 1904 ein Schill-Denkmal errichtet und 1984, zum 175. Todestag Schills, die Dorfstraße in Ferdinand-von-Schill-Straße umbenannt. 

  
 

 

Geltow

Unmittelbar an der Baumgartenbrücke zwischen Werder/Havel und Geltow an der Bundesstraße 1 im Landkreis Potsdam-Mittelmark befindet sich der Schill-Gedenkstein. Dort biwakierte am 28. April 1809 Major Ferdinand von Schill mit seinem 2. Brandenburgischen Husarenregiment.  

Cottbus

 

Anläßlich des 35. Jahrestages der DDR, am 07. Oktober 1984, erhielt das Kampfhubschraubergeschwader KHG-3 den Traditionsnamen "Ferdinand von Schill". Ausgestellt im Flugplatzmuseum Cottbus.

 

Dodendorf

 Im Jahr 1859, 50 Jahre nach den Ereignissen, setzte die Dodendorfer Bevölkerung in Erinnerung an das Geschehene ein Denkmal, welches noch heute erhalten ist. Das sogenannte Schill-Denkmal ist als Steinkreuz gestaltet und gedenkt auf einer angebrachten Inschrift den preußischen Gefallenen. Französische und westphälische Opfer blieben, obwohl Dodendorf während der Ereignisse zum Königreich Westphalen gehört hatte, unerwähnt.

 

 

 

Inschrift auf der Vorderseite des Sockels:

Dem Gedaechtniss
der am 5. Mai 1809
hier gefallenen und in Gott
ruhenden 21 Preußen
vom Schillschen Corps.

Auf der Rückseite des Sockels folgende Inschrift:

Gewidmet
von der Gemeinde
Dodendorf
am 5. Mai 1859

 

  

Wesel

 

Den Anstoß zur Errichtung eines Denkmals für die elf Schillschen Offiziere gaben Major Karl Emil von Webern (1790 - 1878), seit 1831 Kommandant des Füsilier-Bataillons des 17. Infanterie-Regiments in Wesel, und der Hauptmann der Artillerie a.D. und Rendant des Hauptsteueramtes in Wesel, Jacob Pahlke. 1833 eröffneten sie zu diesem Zweck eine Sammlung innerhalb der preußischen Armee. Das Denkmal wurde nach Plänen Karl Friedrich Schinkels von August Kiss in Berliner Eisenguß erstellt und am Hinrichtungs- und Begräbnisort der Schillschen Offiziere in den Lippewiesen aufgestellt. Es ist eine schlichte, klassizistische, an antike Vorbilder angelehnte

Das Denkmal zeigt auf der Stadtseite die trauernde Borussia und die heran-schreitende Siegesgöttin am Altar des Vaterlandes. Auf dem mit dem preußischen Adler gezierten Altar liegt das Richtbeil, über das die Grabstele.Viktoria einen Kranz hält und damit den Märtyrertod in einen Sieg verwandelt. Darunter liest man die Namen der elf Offiziere. Auf der stadtabgewandten Seite thront der preußische Adler über elf Sternen und dem Sinnspruch: "Sie starben als Preußen und Helden am 16ten Sept. 1809." Ein Kranz von bereits früher angepflanzten Pappeln und Akazien umgab das Denkmal und verwandelte die Anlage in einen Gedenkhain.

 

Ohlau (Oława)

Am Standort des Husaren-Regiment von Schill (1. Schlesisches) Nr.4
in Ohlau Schlesien (Oława) befand sich ein Schilldenkmal.
Das Schillsche Husaren Regiment wurde auf Befehl Napoleons aus der Heeresliste gestrichen. Es wurde vom Husaren Regiment  Von Schill als Schlesisches Husaren Regiment Nr. 4 in Ohlau weitergeführt.

 

Langenweddingen

Am 06. Juni 1909 fand die feierliche Enthüllung des Gedenksteines statt.
Das war damals der Höhepunkt des Landwehrfestes, denn zur Einweihung kamen zahlreiche Vereine, höhere Offiziere der Linie, Reserve und Landwehr. Der gewaltige, eigenartige Gedenkstein war in den Wochen vorher aufgerichtet, in einen erhöhten Betonsockel eingelassen und ringsherum mit den großen, abgesprengten Granitbrocken umstellt worden, zwischen denen angepflanztes Grün hervorleuchtete. Den Hintergrund bildeten junge, im Halbkreis aufgestellte Tannen und die schon seit Jahren hier zu stattlicher Höhe emporgewachsenen Bäume. Auf der Vorderseite des Steins war eine große, in Berlin gegossene Bronzetafel eingelassen, die unter dem Bilde von Ferdinand von Schills folgende Worte enthält:

" Hier rastete Major von Schill nach dem
Gefechte bei Dodendorf am 05. Mai 1809."

Vor dem Gedenkstein war eine Feldkanzel errichtet worden, um welche vor Beginn der Feier die Ehrengäste, die fremden Vereine und der hiesige Landwehrverein Aufstellung nahmen.
Nach einem feierlichen Feldgottesdienst übergab Kamerad Albert Otto das Zeichen zur Enthüllung des Denkmals und übergab es dem
Gemeindevorstand, welcher  in einer längeren Rede den Dank für für dieses Geschenk an die Gemeinde, die Zusicherung sorgsamen, örtlichen Schutzes für das Denkmal und herzliche Worte der Begrüßung für alle erschienenen Gäste zum Ausdruck brachte. Im Anschluss an diesen Festakt formierten sich alle anwesenden Vereine an der Bauernwand zur Parade.

Mit freundlicher Erlaubnis von:

Peter Harnisch
Pfarrwinkel 3
39171 Sülzetal

http://www.langenweddingen.info/Schill.htm