3ème Régiment Grenadiers à Pied de la Garde Impériale
Les Grenadiers Hollandais
Im Jahre 2004 gründeten 18 Enthusiasten aus Holland und Großbritannien diese Reenactmentgruppe. Wir stellen das 3. Grenadierregiment zu Fuß der „Alten Garde“ Napoleon Bonapartes dar. Wir tragen die Uniformen, welche das Regiment während des russischen Feldzuges von 1812 führte. Diese historische Einheit hatte eine beeindruckende Geschichte. Die erste Division der „Alten Garde“ unterhielt vier Regimenter. Das dritte Grenadierregiment gelangte 1810 mit der Annexion Hollands und der Auflösung der Holländischen Armee durch Frankreich in die Fußtruppen der „Alten Garde“. Es hob sich durch seine weiße Uniform und Mützen ohne Stirnschild von den ersten beiden Grenadierregimentern ab.
Die Grenadiere zu Fuß der „Alten Garde“ trugen einen blauen Rock mit weißen Rabatten. Die Ärmelaufschläge und Schoßumschläge waren rot und mit gelben Granaten geschmückt. Die längs angeordneten Taschen waren mit roten Paspeln verziert. Die Epauletten waren ebenfalls rot. Auf dem Kopf trugen die Grenadiere zu Fuß die berühmte hohe Fellmütze. Diese, bei den Soldaten wegen ihrer Form "Bienenstock" genannte, Mütze war 352mm hoch und 231mm breit und veränderte während des Kaiserreichs mehrmals die Form. War sie am Anfang noch eher zylinderförmig hatte sie am Ende des Kaiserreichs eine eher glockenförmige Form. Die Fellmütze der Gardegrenadiere war bei Offizieren und Mannschaften mit unterschiedlichem Fell bezogen. Bei den Offizieren war es echtes Bärenfell. Die Mütze war links mit einer Kokarde geschmückt, in dem ein roter Federbusch steckte. Vorne war ein Blechschild angebracht, das zuerst den napoleonischen Adler in mehreren Varianten, später das französische Wappen zeigte. Auf der Rückseite der Fellmütze war ein roter Mützendeckel angebracht. Diesen Mützendeckel schmückte eine weiße Granate. Die Gardegrenadiere trugen eng anliegende weiße Hosen mit schwarzen (Mannschaften) bzw. weißen (Offiziere) Gamaschen. Auf dem Marsch trugen sie graublaue Überhosen. Auf dem Marsch wurde außerdem anstelle der Fellmütze ein schwarzer Zweispitz getragen.
Bewaffnet waren die Grenadiere zu Fuß der „Alten Garde“ mit einer 143,1cm langen Muskete und einem gekrümmten Säbel.

Infotmationen zur Alten Garde
Angehörige der Gardeinfanterie erhielten einen doppelt so hohen Sold wie Soldaten der einfachen Linienregimenter. Ein Gardegrenadier beispielsweise erhielt täglich 80 centimes, während sein Pendant in der Linie 30 centimes täglich verdiente. Die Gardedienstgrade rangierten jeweils einen Rang vor denen der regulären Armee, d.h. der Sergent Major (Oberfeldwebel) der Garde war dienstgradgleich mit dem Leutnant der Linie, der Gardeoberleutnant rangierte mit dem Hauptmann der Linie. Die Gardeeinheiten wurden besser verpflegt und jeder Soldat verfügte über eine eigene Suppenschüssel, während alle übrigen Soldaten der Grande Armée zu mehreren aus einem Topf essen mussten. Darüber hinaus verfügte die Garde über ein eigenes Krankenhaus in Gros-Caillou bei Paris, das unter der Leitung des berühmten Militärarztes Dominique Jean Larrey stand und dessen medizinisches Personal mit großer Sorgfalt ausgewählt wurde. Begegnete ein Garderegiment auf seinem Marsch einem einfachen Linienregiment, so war letzteres verpflichtet, der Garde den Weg frei zu machen, anzuhalten und die Waffen zu präsentieren. Alle diese Privilegien waren darauf ausgelegt, unter den Angehörigen der Garde ein Gefühl des Stolzes zu erzeugen und damit die Motivation der Soldaten zu steigern.
An den Ufern des Strelasundes soll das Biwak der beteiligten Gruppen entstehen. Biwak einmal anders - nicht auf freiem Felde - sondern direkt am Meer.