Marins de la Garde Impériale
Das Bataillon der Seemänner der Garde des Consuls wurde am 17. September 1803

gegründet. Dazu suchte man in den Reihen der französischen Marine Seeleute mit hervor ragenden nautischen und militärischen Fähigkeiten und Kenntnissen aus.
Es wurden 5 Kompanien zu 5 Zügen mit zusammen 737 Mann gebildet. Mit Wirkung vom 29.Juli 1804 wurde das Bataillon ein Teil der Garde Impériale, die Anzahl wurde auf 818 Mann erhöht. Während des Spanienfeldzuges 1808 wurde es stark dezimiert,
jedoch reorganisiert und per Dekret vom 27. März 1809 auf 1136 Mann verstärkt. Die Matrosen wurden
hauptsächlich als Ingenieure eingesetzt. Man betrachtete sie als zu wertvoll und verpflichtete sie, nur in Notfällen zu kämpfen.
Ihre Vielseitigkeit demonstrierten sie auch 1812, als zwei Kompanien zur Bewachung des Kreml kommandiert wurden.
Im Frühjahrsfeldzug 1813 war die Marinegarde unter anderem in der Schlacht bei Großgörschen eingesetzt. Während des Herbstfeldzuges, in der Schlacht bei Leipzig, verwandelten sie das Dorf Möckern in eine fast uneinnehmbare Festung.
In der Schlacht um Brienne am 29. Januar 1814 wurde die Marinegarde fast völlig vernichtet.
Das Bataillon wurde am 30. Juni 1814 aufgelöst.
Die Fahne und eine Anzahl Marinegardisten begleiteten Napoleon nach Elba. Nach dessen Rückkehr wiedergegründet, hatte sie eine Stärke von 150 Mann. Man erfüllte jetzt jedoch nur organisatorische Aufgaben und wurde nach der Niederlage Napoleons bei Waterloo am 15.August 1815 endgültig aufgelöst.
An den Ufern des Strelasundes soll das Biwak der beteiligten Gruppen entstehen. Biwak einmal anders - nicht auf freiem Felde - sondern direkt am Meer.